wir über unsVereinslebenBest ofReisenDownloadsPresse

Vereinsvorstellung


Der ehemalige Drachenfliegerclub Jena e.V. wurde 1990 gegründet. Bei seiner Mitgliederversammlung am 22.02.1998 hat er sich auf einen Vorschlag des Vorstandes hin einen neuen Namen gegeben und heißt jetzt "Drachen- & Gleitschirmfliegerclub Jena e.V." Heute besteht er aus ca. 100 Mitgliedern. Die Gleitschirmflieger sind mittlerweile in der Überzahl, es gibt nur noch ca. 3 Drachenflieger, wobei einige Piloten sowohl Drachen als auch Gleitschirm fliegen. Außerdem besitzen 6 Piloten die Passagierflugberechtigung. Die erfahrenen Gleitsegelpiloten bieten die Möglichkeit an einem Tandemflug teilzunehmen.

Zweck des Vereins ist es, den Hängegleiter- und Gleitsegelsport, vor allem deren Sicherheit bekannt zu machen und selbst zu fördern. Eine weitere Aufgabe ist die Qualifizierung der Mitglieder.

 


Schulung auf DGFC-Geländen

Die Flugschule Jenair nutzt die Fluggelände des DGFC-Jena e.V. für Einweisungs und Schulungsflüge.


Mitgliedschaft / Tagesmitgliedschaft / Jahreskarte für Dauergastflieger

Das Fliegen auf den Geländen des Jenaer Vereins ist ausschließlich mit komplett gütegesiegelter Ausrüstung, gültiger Haftpflichtversicherung, Pilotenlizenz (mindestens BLFS, also A-Schein) sowie einer Einweisung durch ein Mitglied des DGFC-Jena erlaubt.

 

Die Mitgliedschaft im DGFC "kostet" derzeit (2010) 38 €/Jahr und beinhaltet die Verpflichtung zu 3 Stunden Vereinsarbeit (üblicherweise Arbeitsstunden auf den Geländen). Die versicherungstechnisch obligatorische Mitgliedschaft im DHV kostet ab 1.1.2010 für Vereinsmitglieder 43€/Jahr, so daß wir in Summe 81€ jährlich von unseren Mitgliedern einziehen.

 

Die Tagesmitgliedschaft, die zur Nutzung der Gelände berechtigt, kostet 5 €.
Diese sind bitte unaufgefordert vor Ort an ein Vereinsmitglied zu entrichten.
Dauergastflieger können gerne eine Jahreskarte für 70€/Jahr erhalten, Voraussetzung dafür ist die Mitgliedschaft in einem anderen Fliegerverein. Für die Jahreskarte bitte das Geld unter Angabe Eures Namens und Vereins auf unser Vereinskonto überweisen (Bankverbindung siehe interner Link folgtDownloads-Einzugsermächtigung). Als Nachweis dient der Überweisungsbeleg, diesen bitte bei sich führen und auf Verlangen Vereinsmitgliedern vorzeigen. Die Gültigkeit beträgt 1 Kalenderjahr.


Naturschutz


Das Projektgebiet wird durch das tief in die Triasschichten Keuper, Muschelkalk und Buntsandstein eingeschnittene Tal der Saale und ihrer Zuflüsse geprägt.    Bedingt durch die geologisch und klimatisch günstigen Gegebenheiten sowie anthropogene Einflüsse haben sich neben den besonders anzuführenden Trockenbiotopen viele unterschiedliche Landschaftsformen mit bemerkenswertem Artenreichtum entwickelt. 

   Der besondere Charakter dieser verhältnismäßig kahlen, trockenen Landschaft mit der nur dort vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt, zu der auch zahlreiche Orchideenarten gehören, ist dadurch begründet, daß schon im Mittelalter die Plateau- und Oberhangbereiche durch die Holzgewinnung und Viehweide fast kahl gehalten, die südexponierten, warmen Muschelkalkhänge als Weinberge und die sanfter geneigten Unterhänge als Weide, Mähwiese oder ackerbaulich genutzt wurden.

 

Die Nutzung der unteren Bereiche setzte sich bis in die heutige Zeit fort. Seit der Wende ist jedoch der Trend zu verzeichnen, daß infolge marktwirtschaftlichen Konkurrenzdrucks die landwirtschaftliche Nutzung immer mehr ausbleibt. Dadurch tritt eine zunehmende Verbuschung bzw. Bewaldung (Sukzession - siehe Foto) der Offenlandbiotope auf, wodurch die seit Jahrhunderten dort vorkommenden, z.T. sehr seltenen Arten ganz oder bis auf kleine Refugien verdrängt werden.

(Auf dem Foto ist ein repräsentativer Ausschnitt zu sehen: im Vordergrund die Saale und daran anschließend die auf und am Fuße der Kalkfelsen gelegenen Trockenbiotope.)

 

 


Dieser drohende Verlust wertvoller Lebensräume kann durch kleinflächigen Gebietsausweisungen (Naturschutzgebiete, Geschützte Landschaftsbestandteile) oder den niedrigen Schutzstatus eines Landschaftsschutzgebietes kaum abgewendet werden. So wurde die Suche nach einem neuen Weg des Naturschutzes nötig.

Dieser fand sich durch das Bundesförderprogramm "Naturschutzgroßprojekte".

Das Konzept sieht vor, um die Großstadt Jena insgesamt 4.403 ha in Form von 8 Naturschutzgebieten zu sichern und zu entwickeln. Weitere 9.897 ha sog. "übriges Projektgebiet" sollen die Kerngebiete "puffern". Damit beträgt die Gesamtfläche des Naturschutzgroßprojektes 14.300 ha.

    Eine Besonderheit im Vergleich zu den anderen Großprojekten stellt die Nachbarschaft der 100.000 Einwohnerstadt Jena dar, einer Großstadt also mit dem Bedürfnis wirtschaftlicher Entwicklung und infrastruktureller Verbesserungen, nach Freizeitvergnügen und Erholung. Es ist evident, daß sich daraus eine zusätzliche Herausforderung des Naturschutzes ergibt.

 Zielstellung ist ein weiträumiges und zusammenhängendes Biotopmosaik von Kalkschuttfluren, Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Gebüschgruppen und -streifen sowie Säumen im Anschluß an natürliche, standort- und holzartengerechte Mischwälder.

 

 

 





 

 

Maßnahmen zur Einrichtung und Pflege solcher Landschaften werden im wesentlichen die Entbuschung bzw. Mahd und die Wiedereinführung der Schafbeweidung als Form traditioneller Landnutzung darstellen.

Desweiteren wird eine Umwandlung monokultureller Nadelwälder in - wie oben erwähnt - Mischwälder aus einheimischen Hölzern, mit plenterartigem (schichtweisem) Aufbau und gut entwickelten Saumgesellschaften angestrebt. Die Grundsätze der naturnahen Forstwirtschaft sollen hier richtungsweisend sein.

Auch das Nachpflanzen ortsüblicher Obstsorten auf den Streuobstwiesen, der besondere Schutz seltener Gehölze und der Wiederaufbau des Wege- und Heckennetzes aus vergangenen Zeiten gehören zum Maßnahmenpaket.

Als letzter Punkt soll noch die Besucherlenkung und gleichzeitige Sicherung des Projektgebietes durch Leiteinrichtungen, Schilder und Informationstafeln angeführt werden.

 

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist im Rahmen der Projektrealisierung ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erstellt worden. Er beinhaltet schwerpunktmäßig folgende Untersuchungen und Inhalte.

 

Erfassung und Bewertung der Vegetationseinheiten und der dort vorkommenden Arten Auflösung interner Zielkonflikte Abstimmung mit der Land- und Forstwirtschaft und anderen Flächennutzern Formulierung der Pflege- und Entwicklungsziele für jedes der 8 Kerngebiete Aufstellung eines Ablaufplanes mit exakter Angabe von Maßnahmen und Zeitrahmen Kostenermittlung Erfolgskontrolle

In den ersten drei Jahren der Projektförderung soll dieser Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet und in den folgenden Jahren realisiert werden.   Auf der Grundlage der genannten Projektinhalte des PEPL hat der Projektträger (Zweckverband Naturschutzgroßprojekt "Orchideenregion Mittleres Saaletal") bereits umfangreiche Maßnahmen vor allem zur Biotoperstpflege durchgeführt.

Das Naturschutzgroßprojekt läuft über einen Zeitraum von 10 Jahren (von 1996 bis 2005).

Es wird getragen vom Zweckverband (Zweckverband Naturschutzgroßprojekt "Orchideenregion Mittleres Saaletal"), dessen Mitglieder die Stadt Jena, der Saale-Holzland-Kreis, die Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. sind. Fördermittel werden u.a. durch Bund und Land gestellt.